Der Afghanische Frauenverein im Mandantenporträt

Der Afghanische Frauenverein wurde 1992 mit dem Ziel gegründet, Mädchen und Frauen in Afghanistan zu unterstützen. Sein deutscher Sitz befindet sich in Hamburg, wo fünf hauptamtliche Mitarbeitende beschäftigt sind. Ein eigenes Länderbüro in Kabul koordiniert die Einsätze von 345 lokalen Mitarbeitenden in sechs afghanischen Provinzen. Unterstützt wird das hauptamtliche Team von zwölf Ehrenamtlichen, 128 Vereinsmitgliedern, 1.000 Fördermitgliedern sowie rund 20.000 Spender:innen. Ihr gemeinschaftliches Engagement kommt jährlich durchschnittlich 250.000 Menschen zugute.

Hilfe, die im Alltag ankommt
Zu den derzeit 22 Hilfsprojekten gehören fünf Schulen für insgesamt 5.000 Kinder – darunter 3.000 Mädchen –, acht Mutter-Kind-Kliniken in sehr abgelegenen ländlichen Regionen, eine Lehrschneiderei für Witwen und alleinerziehende Mütter, drei Wasserprojekte, die jährliche Winter- und Überlebenshilfe sowie Einsätze in Katastrophengebieten, etwa nach dem Erdbeben Ende August 2025. Dass Mädchen und Frauen im Zentrum der Vereinsarbeit stehen, hat mit ihren besonders schwierigen Lebensbedingungen zu tun: Mehr als hundert Regierungserlasse der Taliban schränken ihre Rechte massiv ein. Mädchen dürfen nur bis zur sechsten Klasse die Schule besuchen; für Frauen gilt ein nahezu vollständiges Berufsverbot – ausgenommen die Arbeit im medizinischen und schulischen Bereich. Vor diesem Hintergrund ist es umso wichtiger, Bildung zu ermöglichen und Mädchen Zukunftsperspektiven zu eröffnen. Ebenso zentral ist eine aktive Öffentlichkeitsarbeit in Deutschland, um auf die Situation in Afghanistan aufmerksam zu machen und Unterstützung zu mobilisieren. „Spenden sind für uns essenziell, damit wir unsere Projektarbeit aufrechterhalten können“, betont Christina Ihle. „Dabei fühlen wir uns größtmöglicher Transparenz verpflichtet und werden als Träger des DZI-Spendensiegels sowie von der Initiative Transparente Zivilgesellschaft streng geprüft. Beide haben klare Kriterien für spendenfinanzierte Organisationen entwickelt, nach denen wir unsere Finanzbuchhaltung führen und den Jahresabschluss erstellen. Deshalb sind wir sehr froh, mit Kittendorf einen kompetenten Partner an unserer Seite zu haben.“

Im Interview: Christina Ihle über die Zusammenarbeit mit Kittendorf
Wie kommt ein international tätiger Verein mit Sitz in Hamburg zu einem Steuerberater in Dithmarschen?
„Das war tatsächlich Zufall und ergab sich durch eine Empfehlung. Aufgrund der Vereinsgeschichte hatte bislang ein Steuerbüro in Neuwied unseren Jahresabschluss erstellt. Nach dem Renteneintritt unserer langjährigen Schatzmeisterin entschieden wir jedoch, zu einem Partner in der Nähe unserer Geschäftsstelle zu wechseln, um Abstimmungsprozesse zu vereinfachen. Gleichzeitig waren wir auf der Suche nach einer neuen Buchhaltungskraft. Unser neuer Kollege stammt zufällig aus Dithmarschen und kannte die Kanzlei Kittendorf bereits. Das persönliche, offene und professionelle Miteinander hat uns dann sofort überzeugt.“
Sie haben Anfang 2025 die Zusammenarbeit mit Kittendorf digitalisiert und nutzen jetzt DATEV Unternehmen online. Welche Vorteile hat das?
„Wir wollten jederzeit Einblick in unsere Spendenbuchhaltung haben. Mit DATEV Unternehmen online können wir nun tagesgenau nachvollziehen, welche Spenden eingehen und welchen Projekten sie zugeordnet werden. Dadurch lässt sich unsere Hilfe auf Basis konkreter Zahlen deutlich besser planen. Zudem können wir Belege direkt im System hochladen, sodass sie sofort den jeweiligen Buchungen zugeordnet werden. Das vereinfacht nicht nur unsere internen Abläufe, sondern erleichtert auch die Zusammenarbeit mit unserer Wirtschaftsprüfung erheblich.“

Wie erleben Sie die Zusammenarbeit mit Kittendorf?
„Sehr konstruktiv und äußerst angenehm! Wir schätzen die gute Arbeitsatmosphäre, in der man offen miteinander kommuniziert und viel voneinander lernen kann. Unsere Anliegen werden stets freundlich, schnell und zuverlässig bearbeitet, und Herausforderungen werden immer lösungsorientiert angegangen. Davon gibt es bei uns aufgrund der besonderen Rahmenbedingungen in einem internationalen Katastrophengebiet viele: täglich wechselnde Kurse zwischen Euro und Afghani, eine hohe Inflation und die damit verbundenen buchhalterischen Anforderungen. Gerade deshalb schätzen wir an Kittendorf das Norddeutsche, Pragmatische: klare Haltung, klare Worte und ein offener Dialog.“

Was zeichnet Kittendorf aus Ihrer Sicht aus? Warum würden Sie die Kanzlei weiterempfehlen?
„Kittendorf ist klein, aber ausgesprochen fein. Das Team ist engagiert, hilfsbereit und nimmt sich wirklich Zeit für uns. Wir sind hier nicht einfach eine Nummer – alle kennen unseren Verein, verstehen unsere Arbeit und unterstützen uns darin bestmöglich. Wir fühlen uns fachlich hervorragend beraten und individuell wahrgenommen. Genau das ist uns wichtig – und wird der besonderen Bedeutung unseres Jahresabschlusses absolut gerecht.“