mitarbeitermotivation


So funktioniert Mitarbeitermotivation wirklich – Intrinsische Faktoren Teil I

 

Intrinsische Motivation bedeutet, dass die Motivation „von innen heraus“ kommt. Sie zeigt sich also als Überzeugung von etwas, etwas das den oder die Mitarbeitenden von innen heraus erfüllt oder als sinnstiftend empfunden wird.

 

Gerade mit dem Blick auf die Säulen der Identität wird klar, dass alle fünf Säulen erfüllt sein dürfen, damit wir glücklich und zufrieden sind. Die Säulen lauten*:

 

  • Soziale Beziehungen (Familie, Freunde, Nachbarn, Kollegen)
  • Körper und Gesundheit (Psyche und körperliche Gesundheit)
  • Arbeit und Leistungsfähigkeit (Anerkennung, Erfolgserlebnisse)
  • Materielle Sicherheit (Finanzielle Absicherung, Lebensstandard)
  • Werte und Ideale (Erlaubtes, Verbotenes, Rituale, Moral)

Selbst wenn die Tätigkeit gut entlohnt wird: Sieht der/die Mitarbeitende aber keinen Sinn darin, erhält keine Anerkennung und/oder es stellen sich keine Erfolgserlebnisse ein, ist eine Motivation bei der Arbeit und für die Arbeit herausfordernd zu schaffen. Bei einer Arbeit hingegen, die mitgestaltet werden kann, bei der grundsätzlich die Möglichkeit gegeben ist, etwas besonders gut zu machen und so auch dafür gelobt zu werden, vielleicht sogar über sich hinauszuwachsen, kann intrinsische Motivation überhaupt erst stattfinden.

 

Ein Aspekt ist also die äußerliche Gestaltung des Arbeitsplatzes, um intrinsische Motivation möglich zu machen. Soweit so gut. Der andere Aspekt stellt sich als Aufgabe der Führungskraft dar. „Mist!“ werden Sie vielleicht denken. Tja, so ist das als Führungskraft.

 

Aber so schlimm ist es eigentlich gar nicht, lesen Sie selbst: Wie oben unter der Säule „Arbeit und Leistungsfähigkeit“ beschrieben, dreht sich hier alles um Themen der Anerkennung und der Erfolgserlebnisse. Wie oft loben Sie Ihre Mitarbeitenden? Wie erkennen Sie Erfolge Ihrer Mitarbeitenden an? Wie viel Zeit nehmen Sie sich überhaupt für Ihre Mitarbeitenden? Wenn Sie auf die letzte Frage antworten: „Naja, immerhin führen wir einmal im Jahr ein Mitarbeitergespräch und bei Fragen kommen die Mitarbeitenden ja auch öfter zu mir. Und dann schnacken wir auch mal in der Küche beim Kaffee holen.“ – dann besteht hier ein dringender Veränderungsbedarf!

 

Sich Zeit zu nehmen, den Mitarbeitenden Gehör zu schenken und sich ernsthaft für deren Herausforderungen zu interessieren, liefert eine riesige Portion Wertschätzung dem/der Mitarbeitenden gegenüber. Die wissen nämlich, dass Ihre Zeit kostbar ist. Außerdem: Wem tut es nicht gut, wenn einem jemand zuhört? Des Weiteren können Sie sich in diesen Gesprächen die Meinung des/der Mitarbeitenden holen zu strategischen Fragen etc. einholen. Das würde einen weiteren Punkt der Säule „Arbeit und Leistungsfähigkeit“ erfüllen. Denn für Prozesse mit zu planen und dafür Verantwortung zu übernehmen führt dazu, dass der/die Mitarbeitende sich einsetzt zum Wohle des Unternehmens. Es kann ein „Wir-Gefühl“ entstehen, das bei der reinen Aufgabenerfüllung ohne Wertschätzung durch die Führungskraft und ohne Mitwirkungsmöglichkeiten nicht bestehen würde.

 

Wie und wie oft Sie sich für Ihre Mitarbeitenden die Zeit nehmen sollten, lesen Sie hier: Und was sonst noch zur intrinsischen Motivation gehört, lesen Sie in Kürze in Teil II.

 

*angelehnt an Hilarion Petzold